Der Verein

Schon im Jahre 1911 (man spielte schon in Geisenheim, Rüdesheim und Winkel Fußball) fanden sich in Oestrich auch schon junge Leute, die am Fußballspiel Interesse fanden. Es waren Heinrich Zobus, Konrad Scheffler, Jakob Mai, Josef Spreitzer u.a. Aber die jungen Leute konnten sich nicht durchsetzen, da das Fußballspiel zur damaligen Zeit mehr oder weniger auf freundschaftlicher Grundlage vereinbart wurde und es außerdem auch verhältnismäßig wenig Vereine gab. Spielklassen, Schiedsrichtervereinigungen, kurzum, ein eigentliches Spiel kannte man nicht, sodass noch die richtige Bindung fehlte und das Spielen wieder zum Erliegen kam.


Die Jugend von Oestrich vergnügte sich von nun an wieder mit Faustball und Schlagballspiel im Kath. Jünglingsverein. Unter diesen Jungen war Albert Pfilippser, ein Frankfurter Bub, der als Buchdruckerlehrling in Oestrich tätig war. Dieser Albert sagte: "Wartet, ich zeige Euch einmal, wie Fußball gespielt wird". So wurde der Fußball in Oestrich wieder geboren. Da sich jetzt zu dem Spiel auch ältere Spieler einfanden, kam es zu Auseinandersetzungen, da sie den Jüngeren zu hart spielten und außerdem nicht dem Verein angehörten. So kam es, dass man sich zusammenfand und einen Verein gründete, den Sportverein 1916 Oestrich.

Der Vorstand setzte sich wie folgt zusammen:

                                  1. Vorsitzender: Heinrich Barth
                                  2. Vorsitzender: Josef Engelhard
                                  Schriftführer:     August Philippi
                                  Kassierer:         Jakob Augstein

Als man einige Spiele gegen Sp. V. Eibingen, S.V.H. Kempten und Mongunzia Mainz sowie einige Pokalturniere bestritten hatte, mussten die meisten Spieler Soldat werden, darunter auch der gesamte Vorstand. Nun wählte man den 16jährigen Thomas Steinheimer als 1. Vorsitzenden. Unter seiner Führung wurde trainiert und auch zwei Spiele gegen den S.V. "Emden" Winkel ausgetragen. Inzwischen hatten Jugendliche einen Verein "Ludendorff" Oestrich gegründet. Vorsitzender war Julius Rieche.


Als der Krieg zu Ende war und die Sportler in die Heimat zurück kamen, fand man sich wieder zusammen und spielte als wilder Verein weiter.


Im Monat März des Jahres 1920 fanden sich wieder einige Sportfreunde zusammen und gründeten im Gasthaus "Zur guten Quelle" den Fußball-Club FC 1920 Oestrich e.V. Der erste Vorstand setzte sich wie folgt zusammen:

                                  1. Vorsitzender: Heinrich Zobus †
                                  2. Vorsitzender: Heinrich Barth †
                                  Schriftführer:      Jakob Holzbeck †
                                  Kassierer:         Jakob Schuld †
                                  H. Kassierer:     Willi Krummeich †
                                  Ballwart:            Karl Reinhard †
                                  Beisitzer:          Heinr. Falker/Th. Steinheimer †

Die Vereinsgründer des FC Oestrich: Jakob May, Heinrich Nägler, Josef Wagner, Fritz Kappus, Jakob Holzbeck, Adam Bleuel, Jakob Wagner, Nikolaus Mayer, Joh. Severin Bartel, Willi Krummeich und Jakob Ottes.

 

Kurzportrait des FC Oestrich 1920 e.V.

3. März 1920 Gründungsdatum
1923 Meister C-Klasse und Aufstieg
1925 Meister B-Klasse und Aufstieg
bis 1937 Zugehörigkeit A-Klasse
1937/38 Abstieg
1938 Meister B-Klasse und Aufstieg
bis Kriegausbruch Zugehörigkeit A-Klasse
1945 25.-Jähriges Bestehen wurde nicht gefeiert
1946 Wiederaufnahme des Spielbetriebs
1947/48 Meister A-Klasse und Aufstieg in die Bezirksklasse (die damalige 2. Ama-
teurliga)
1948/49 Meister Bezirksklasse, größter Erfolg in der Vereinsgeschichte
1949/50 Klassenneueinteilung durch Verband, dadruch kein Aufstieg in die höchste
Amateurliga Hessens
1950 30-Jahr Feier
1950-1962 Zugehörigkeit Bezirksklasse
1960 40-Jahr Feier
1962/63 Zugehörigkeit A-Klasse
1963/64 Zugehörigkeit B-Klasse
1964/65 Meister B-Klasse und Kreispokalsieger
1965/66 Zugehörigkeit A-Klasse
1967-1970 Zugehörigkeit B-Klasse
1970 50-jähriges Jubiläum
1971/72 Meister B-Klasse
1972-1977 Zugehörigkeit A-Klasse
1975 Teilnehmer Kreispokal-Endspiel
1977-1980 Zugehörigkeit B-Klasse
1980/81 Meister B-Klasse
1981 Teilnehmer Kreispokal-Endspiel
1981-1983 Zugehörigkeit A-Klasse
1983-1988 Zugehörigkeit B-Klasse
1984/85 Bau des Vereinsheims in Eigenleistung
1988/89 Meister B-Klasse
1989-1990 Zugehörigkeit A-Klasse
1990-1993 Zugehörigkeit B-Klasse
1991 Teilnehmer Kreispokal-Endspiel und Bau der neuen Flutlichtanlage in Eigenleistung
1993/94 Aufstieg im die A-Klasse
1994

Zugehörigkeit A-Klasse

1997/98 Als Tabellenzweiter hinter Wallrabenstein Aufstieg in die A-Klasse. Trainer damals Frank Steinmetz, ehemaliger Fitness- Trainer und Co-Trainer beim damaligen Zweitligisten SV Wehen Wiesbaden und heutiger Fitness- Trainer des SV Darmstadt 98
1998/99 Meister A-Klasse und Aufstieg in die Bezirksliga unter Trainer Frank Steinmetz
2007-2009 Zugehörigkeit B-Klasse
ab 2009 Zugehörigkeit C-Klasse
2010 FCO feiert 90-jähriges Jubiläum



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